Gedankengänge

by Scrimavo

E-Mails

Mitlerweile mache ich mir langsam Sorgen, das die Leute nicht mehr miteinander reden. Wenn ich nach 2 Wochen Urlaub meinen E-Mail-Eingang auf der Arbeit öffne habe ich dort zwischen 200 und 300 Mails als nicht gelesen stehen. Wieviel Mist dort mitlerweile verbreitet wird ist schon seltsam. Themen die man in einem kurzen Gespräch hätte klären können,werden auf 20 Mails verteilt. Allein der Verteiler macht einen schon Angst ( Spitzenreiter sind auf jeden Fall die Chinesen, unter 20 Leute läuft da nichts) Leider kommt so etwas auch im Privaten immer häufiger vor.

Anscheinend haben die Leute immer weniger Lust zu Telefonieren. Ach so, Ihr wisst gar nicht was das ist?

Also, Ihr nehmt Euer Super-Handy in die Hand und sucht in einem versteckten Untermenue den Hinweis “Anrufen”

Dies hat nichts mit Musik hören, Fotos, Internet, Spielen zu tun , sondern bedingt etwas mit SMS. Ihr sucht Euch also die Nummer, an die Ihr sonst eine SMS schreiben würdet und wählt “anrufen”. Überraschender Weise meldet sich jemand am anderen Ende meistens mit einem völlig überraschenden “Hallo”. Endweder heißen in letzter Zeit viele Leute Hallo, oder Sie sind so perplex ( Sie kennen ja diese Funktion auch nicht ) das Sie Ihren Namen vergessen haben.

Jetzt kommt der schwierige Teil, man muß miteinander sprechen. Sollte dies gelingen, könnte daraus der nächste Schritt folgen: eine Unterhaltung. Was völlig Altmodisches in Zeiten wie Face-Book oder Stay Friends.

Solltet Ihr einfach mal ausprobieren.

Das nächste Mal kann ich ja mal schreiben, warum ich noch Platten höre, auf Automatikuhren ( mit Uhrwerk!)stehe und mit meiner Spiegelreflex noch analog fotografiere ( DIAs).

Bis Demnächst

Der Zebrapitt

Projekt Gartensternwarte (Update 2)

 

Projekt Garten-Sternwarte 3

oder

Die Stunde des Schwagers

 

Nun, nach dem erfolgreichen ersten Start und einfaches Dauf-Los-Arbeiten,  (HIER zu lesen), kam nun der Zeitpunkt sich etwas tiefgehender Gedanken zu machen. Die Frage tauchte auf, wie konstruiere ich das Dach und wie bewege ich es?
Nach einigen zahllosen Diskussion in der Familie über Form und Aussehen des Daches, lief alles auf ein ganz normales Dach hinaus. Bloß, wie bewegt man es anschließend und verflixt noch mal, wie baut man eigentlich einen Dachstuhl?
 
Das “Bewegen” war nach intensiver Recherge und einigen kurzen EMail-Kontakten zumindest im Groben klar. Auf jeden Fall sollte es auf zwei langen Leimholzbalken “geschoben” werden. Die waren im örtlichen Gartenbauhandel zu bekommen und nach knapp einer Woche auch angeliefert. Streichen, befestigen und fertig:
 

 

Okay, die erste etwas größere Hürde war geschafft. nun zur Konstruktion des Daches.

Die Frage war, wie baut man eigentlich ein Dach? Ich habe keine Anhnung davon, aber da gab es jemanden ….. Der liebe Schwager - genau derjenige der einem die Schwester aus dem Leben reißt, sie dann heiratet und die mühsam investierte Arbeit, die man als großer Bruder in die Erziehung seiner kleinen Schwester investiert, mit einem Schlag zunichte macht.

Also wurde es Zeit, die Rechnung etwas auszugleichen. Und was soll ich sagen. Er kann’s. Gut gemacht, er darf die Schwester behalten:

 

Nach ein paar Stunden Arbeit war das Grundgerüst des Daches fertig und konnte aufs Dach gehoben werden. Problemlos möchte ich betonen. Anschließend begutachtet der Meister sein Werk:

 

Ja Super. So liebe ich das.

 

Tippspiel Ranking

Unser Tippspiel hat einen Sieger.

Der olle Zebrapitt (warum spielen die Zebras eigentlich bei so viel Fussballverstand in der zweiten Liga), hat gewonnen. Herzlich Glückwunsch. Ein verdienter Sieg mit großem Abstand.

Ich hatte gedacht, ich bekomme noch 10 Punkte für den richtigen WM-Tipp. Das Programm hat sie mir aber verweigert. Pech gehabt. In weiser Vorraussicht hat der Pitt seine Siegprämie gestern schon bekommen. Einen eigenen WM-Pokal.

Hier die Abschlusstabelle: 

1. Zebrapitt = 53 Punkte
2. Scrimavo = 44 Punkte
3. Merlin = 39 Punkte
4. Schneewittchen = 38 Punkte
5. NGC1981 = 37 Punkte

 

Frank

Projekt Garten-Sternwarte (Update 1)

Projekt Garten-Sternwarte

oder

 Na, jetzt wird er wahnsinnig

 

Okay, Garten-Spechtel-Ecke hin und her (HIER zu lesen) und mit Sicherheit nicht schlecht, aber man wirft doch des öfteren einen neidischen und traurigen Blick auf die vielen Hobbyastronomen, die sich eine eigene Sternwarte in den Garten stellen.

Eine eigene Sternwarte? Hier mitten im Ruhrgebiet? Direkt neben der Rurhchemie? Völlig unrealistisch. Oder doch nicht?

Na gut, dunkel ist bei mir im Garten was anderes. So eine Spechtelecke ist ja was schönes, aber das Auf- und Abbauen ist schon ziemlich lästig. Das ewige Schleppen der Montierung weder gesund für diese, noch für meinen armen Rücken. Ich kann kaum zählen wie oft ich über das elendige Kabelgewirr gestolpert bin. So eine Garten-Sternwarte ist doch wohl reiner Luxus. Außerdem wer soll so was bauen. Kaufen ist nicht drin, selber bauen doch wohl unmöglich. Unmöglich? Wieso eigentlich? Mann, so schwer kann das doch nicht sein?

Also in einer weitenfernten Freiwoche, so Anfang des Jahres 2010, saß ein träumender Hobbyastronom in einer ziemlich abgelegenen Ecke des Universums, in einem völlig aus der Mode gekommen Seitenarm einer Galaxie auf einen absolut unbedeutenden Planeten und schaute beim Frühstück sinnend aus dem Fenster (okay Douglas Adams wird ja oft für alles mögliche zitiert, aber es passt nun mal wirklich, außerdem gibt es eine Pointe die sich aber erst später auflösen wird).

“Ich könnte ja im Garten eine Sternwarte bauen!”

“Klar, wir haben ja uch noch nicht genug Hütten.” “Muss ich dann weniger Rasen mähen?” Antworten die motivieren.

Okay, dann mache ich es eben alleine. Bloß wie? Wie baut man eigentlich eine Gartensternwarte? Getreu meiner Lieblingssendung “Hör mal wer da hämmert”, fängt man erst einmal an. Schließlich ist man Handwerklich doch nicht völlig unbedarft. Auto geschnappt, ab ins Bauhaus. Holz eingeladen, Farbe, Schrauben gekauft.

Das Projekt beginnt:

Weltmeister-Song 2010

Das ist mein Weltmeister-Song für dieses Jahr.

Direkt von den Holtener-Jungs. Gut gemacht.

Projekt Garten-Sternwarte

Der Traum eines jeden Hobbyastronomen ist wohl die eigene Sternwarte. Am besten auf Hawai. Wird schwierig, wenn man seit Jahrzehnten vergebens Lotto spielt und nichts dabei rumkommt. Also weiterträumen – oder Ziele verwirklichen.

Zuerst fängt man klein an.

Vor langer Zeit, in einer nicht allzu entfernten Ruhrgebietsecke, tief im lichtverseuchten Nachthimmel, gibt es frustierte Hobbyastronomen und ergeben sich ihren Schicksal. Alle? Nein, nicht alle. Im Ruhrpottkern, da wo der Himmel nie Dunkel wird, gibt es wenige die leisten Widerstand.

 

Meine Garten-Spechtel-Ecke

oder

Naja, jeder fängt halt klein an

 

Die Astronomie ist ja ein schönes und interessantes Hobby, zumindest wenn man im einem dafür geeigneten Land wohnt (wie zum Beispiel Namibia oder Hawai). Das Ruhrgebiet ist denkbar schlecht geeignet dazu.

Dazu kommt das man im Laufe der Zeit anspruchsvoller wird - und älter. Am Anfang startete man noch mit einem kleinen Lidl-Teleskop, was leicht einzupacken war, sich gut transportieren ließ und keine Ansprüche an die Umgebung stellte. Sobald man sich jedoch tiefer in die Materie einarbeitete, stieg natürlich das Verlangen nach mehr. Die Folge war eine Vergrößerung der Astroausstattung und dann noch eine, und noch eine………

Vieles in der Astronomie steht und fällt mit der Montierung und natürlich mit einem dunklen Himmel. Was den Himmel betrifft kann man hier in Oberhausen, mitten im Ruhrgebiet, leider nicht viel erwarten. Bleibt also nur als Alternative,

- den ganzen Kram schnappen und weit raus zu fahren,

- das Hobby aufgeben,

- oder versuchen das Beste daraus zu machen.

Das mit dem weit raus fahren ist zwar eigentlich, um Frust vorzubeugen, die bessere Idee. Wenn da nicht das kleines Problem mit den oben erwähnten Montierungen auftreten würde.

Stabile und tragsichere Montierungen haben nämlich die dumme Eigenschaft schwer zu sein und viel Platz zu brauchen. Meine erste Montierung (die LXD 75, übrigens keine schlechte), war noch recht transportabel (wenn auch im Urlaub nicht zu gebrauchen, denn dann hätten wir die Kinder immer zu Hause lassen müssen (da nicht genug Platz im Auto vorhanden war), aber vom Eigengewicht her schon nicht ohne. Dazu der 5“-Refraktor und das ganze andere Zubehör wie Gegengewichte, Okulare, Lampen, Stromversorgung und und …

Da ich aber das unbeschreibliche Glück habe, mit einer Partnerin zusammen zu leben, die einen realtiv großen Garten ihr eigen nennt, ergibt ich natürlich eine gewisse Bequemlichkeit. Die Folge war die Überlegung, doch eine kleine Garten-Spechtel-Ecke einzurichten. Am besten natürlich mit einer stabilen Säule.

Gesagt getan, also flugs die Schaufel in die Hand genommen, die Kinder motiviert doch mitzuhelfen ein bisschen im Garten zu buddeln, und eine schnell eine kleine Fläche ausgehoben. Eine stabile VA-Säule tief im Boden einbetoniert und schon war meine Garten-Spechtel-Ecke fertig.

Geht doch.